SPD Stadtverordnetenfraktion Bremerhaven

SPD will Zukunftswerkstatt für Neue Aue: Dreiklang aus Wohnen, Leben und Natur

Stadtverordnetenfraktion

„Bürgerbeteiligung funktioniert, das hat die Zukunftswerkstatt Rudloffstraße eindrucksvoll gezeigt: Bürgerinnen und Bürger bringen viele Ideen mit ein. Für die SPD ist dieses Modell ein Pilotprojekt für eine kreative und zukunftsgewandte Bürgerbeteiligung – auch bei der Neuen Aue. Hier wollen wir einen harmonischen Dreiklang aus Wohnen, Leben und Natur“, beschreibt der Vorsitzende der SPD-Stadtverordnetenfraktion, Sönke Allers, das Ziel.

 

Der SPD, so Allers, sei es ein Anliegen, gute Bürgerbeteiligung in den Stadtteilen zu organisieren: „Wir haben uns deshalb mit dem Oberbürgermeister abgestimmt, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, damit eine Zukunftswerkstatt Neue Aue nach den Sommerferien starten kann.“ Die Schwerpunkte der Zukunftswerkstatt müssten, so der SPD-Politiker, Wohnen und Leben in neuen Einfamilienhäusern und der Erhalt von Naturgebieten sein: „Wir sehen, dass viele Bremerhavenerinnen und Bremerhavener in den Landkreis umsiedeln und die dort vorhandenen Baugebiete nutzen, da die Stadt nicht nachkommt mit den Bauplätzen. Wer vor diesem Hintergrund behauptet, Bremerhaven habe genug Baugebiete und Nachfragemangel, betreibt Realitiätsverweigerung zum Schaden der Stadt.“

 

Die Fläche der Aue biete gute Möglichkeiten, dass sich in einer Zukunftswerkstatt viele verschiedenen Positionen miteinander verknüpfen ließen: „Die Erfahrungen aus der Zukunftswerkstatt Rudloffstraße haben aufgezeigt, dass es große Schnittmengen bei Positionen und Ideen der Teilnehmenden gibt. Die Einleitung von Bebauungsplänen ist notwendig, um Grundlagen zu schaffen für die Einrichtung von Flächen für eine Wohnbebauung: Damit wird die Basis geschaffen für eine grundsätzliche Bürgerbeteiligung“, so Allers.

 

Kritikern hält Allers die Fakten entgegen: „Fast 90 Prozent der Gesamtfläche der Neuen Aue stehen für eine Bebauung nicht zur Verfügung. Es gibt also viel Platz für verschiedene Ideen.“ Allerdings sei ohne eine vorherige Betrachtung und Erhebung der Probleme und Möglichkeiten des Gesamtgebietes eine Umsetzung einer Bürgerbeteiligung schlichtweg nicht möglich. Allers sagte, wichtig sei, dass man der Entwicklung der Neuen Aue offen gegenüberstehe: „Die Rosinenpickerei Einzelner hilft nicht weiter. Man muss wollen und das bedeutet, Kompromisse wie eine Wohnbebauung zu akzeptieren. Der Gesamtprozess biete die Möglichkeit, ökologische Schwerpunkte wie die Aue-Renaturierung und andere Maßnahmen zu setzen. Mit einem fundamentalistischen Beharren auf Maximalpositionen verschlössen sich manche schon vorab gegenüber jeglicher Beteiligungsmöglichkeit: „Und Pressemitteilungen, die falsche Behauptungen aufstellen, sind nicht förderlich für intelligente Entwicklungsprozesse. Und an diesen sollte uns allen gelegen sein“, so Allers.

 

 
 

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(v.l.n.r. vordere Reihe) Katja Reimelt, Martina Kirschstein-Klingner, Marika Büsing,Karlheinz Michen, Brigitte Lückert, Herta Schneider, Lisa Wittig, (v.l.n.r. hintere Reihe) Sönke Allers, Nils Bothen, Dennis van der Kamp, Daniel Müller, Horst Cordes, Fatih Kurutlu, Harry Viebrok, Torsten von Haaren, Stefan Rohleder.

 

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